Vom Löschfunkensender zum GMDSS System
Eine Zeitreise durch 50 Jahre Kommunikations- und Navigationstechnik
Löschfunkensender Elektromekano
GMDSS Station auf dem Schiff Husky Runner
Inhaltsverzeichniss
Eine Beschreibung der Funk-Peil-Praxis in Hamburg
Bohrinsel Versorger mit Debeg
Ausrüstung
Das Doppler Sonar in der Seeschifffahrt
Kairo Innenministerium und Suez Kanal
Inmarsat Standard C Anwendungen
Erste Forschungsfahrt zur Erprobung von L-Band EPIRB
Seenotbojen in Europa
Italienische Antarktis Station
Der Anfang vom Ende des klassischem Seefunk
Ein Forschungsprojekt der Bundesrepublik Deutschland
Erste Fax- und Datenübertragungen
via Inmarsat
Slow Scan Television (SSTV) Anwendungen über Inmarsat
GMDSS Küstenfunkstelle Litauen
Ein Schiff mit voller GMDSS Ausrüstung für die Seegebiete
A1-A3
Broadband Global Aera Network (BGAN) Systeme
Über der Elbe lag dichter Nebel. In der Ferne waren die heiser klingenden
Dampfpfeifen der Schiffe zu hören. Dorthinein mischte sich das
Glockengeläut der vor Anker liegenden Fahrzeuge. Mein Weg führte mich an diesem
1. April 1953 vom Bahnhof Altona, entlang der Museumstrasse,
danach runter zur Elbe auf der Kaistraße, direkt zu meinem künftigem
Arbeitsplatz, der Fa. Hagenuk Radio Service Neumühlen Schuppen F.Im Jahr 1953
war es nicht einfach einen Arbeitsplatz zu finden. Der Krieg war erst vor 8
Jahren zu Ende gegangen. Hamburg lag noch zu großen Teilen in Trümmern. Die
Infrastruktur war erst notdürftig wieder hergestellt. Auch der deutsche
Schiffbau lag völlig am Boden. Die Allierten hatten alle Werften besetzt und
jedwede Aktivitäten untersagt. Die Helgen der Werft Blohm und Voss wurden 1946
gesprengt. In den Jahren bis 1950 wurde die komplette Ausrüstung der Werft
demontiert und außer Landes geschafft. Den Abschluss der Demontage bildete die
Sprengung des Trockendocks Elbe 17.Durch regen Einsatz Hamburger Bürger und
Politiker wurde die Demontage der anderen Hamburger Werften verhindert. Das war
die Grundlage für rasch wieder aufblühenden Schiffbau in Hamburg. Letztlich hat
es dazu geführt, dass ich am 1. April 1953 meinen neuen Arbeitsplatz bei Hagenuk
Radio Service in Hamburg Neumühlen antreten konnte.Hagenuk Radio Service war mit
seinen Werkstätten im Kopfteil des Schuppen F untergebracht. Dagegen war die
Geschäftsstelle, mit den Geschäftsführern Dieckmann und Klapper, im Schuppen D,
einem moderneren Gebäude eingerichtet. Dieses Gebäude lag ca. 300 Meter
Elbabwärts ebenfalls direkt am Wasser des Neumühlen-Kai. Der Titel als solcher,
beschreibt, noch nicht sehr detailliert, den Inhalt des Buches. Im
Inhaltsverzeichniss wird dann genauer auf die verschiedenen Projekte
eingegangen. Im Jahr 1953 gab es auf vielen Schiffen, auch unter deutscher
Flagge, als Notsender noch einen Löschfunkensender. In diesem Buch beschreibe
ich den langen Weg vom Löschfunkensender zum GMDSS System. (Global
Maritime Distress and Safety System)
In vielen der o.a. Projekte hat
es mir geholfen, dass ich lizenzierter Funkamateur bin. Dabei bin ich nicht in
der klassischen Weise zur Amateurfunk-Lizenz gekommen, erst die Lizenz und dann
der Berufsweg, sondern genau umgekehrt. Im Kapitel "Ein Schwarzfunker" wird es
erklärt. Auch meine Firma hat Nutzen davon gehabt. Z. B. den Auftrag zur
kompletten Lieferung der Kommunikations- und Navigationsausrüstung der indischen
Antarktisstation haben wir erhalten, weil ich bei der Auftragsvergabe die feste
Zusage für Bildübertragungen über Inmarsat Satellitenstrecken zugesagt habe. Die
Details dazu sind im Kapitel "Auf dem Weg zum GMDSS System" und "Slow
ScanTelevision Anwendungen über Inmarsat"
aufgezeigt.
Fast 100 Jahre gab es den Beruf des Funkoffiziers an Bord von Handelsschiffen. Von 1953 bis 2003 durfte ich die Funkoffiziere und Reeder dabei begleiten, dass auf ihren Schiffen jeweils der aktuelle Stand der Technik in Bezug auf Kommunikation, Navigation und Sicherheit vorhanden war. Begonnen habe ich meine Berufslaufbahn bei Hagenuk Radio Service und habe dort als erstes ein GS50 GW Funktelefon installiert und in Betrieb genommen. Später wurde die deutsche Walfangflotte betreut. Am damals größten Tanker der Welt der Tina Onassis durfte ich bei Einbau und Inbetriebnahme von Kommunikation, Navigation, Unterwassertechnik etc. mitarbeiten.
Ab 1975 wurde die neue Satellitentechnik und später die GMDSS Systeme langsam aufgebaut. Dieses Jahr markiert also den Beginn eines Prozesses welcher letztlich dazu führte, dass ein Funkoffizier im klassischem Sinne an Bord von Handelsschiffen nicht mehr benötigt wurde und in gleicher Weise waren natürlich die Küstenfunkstellen weltweit betroffen. In der Navigation hat letztlich das GPS System alle bis dahin gebräuchlichen Verfahren überflüssig gemacht. Der Trimble 4000A war der erste zivile GPS Empfänger in Deutschland. Damit bin ich in Deutschland für meine Firma auf Promotionstour gegangen und habe erste Anwendungen realisiert. Details sind unter "GPS/DGPS in der Seeschifffahrt" zu finden.
Bei der Debeg habe ich dann viele neue Anwendungen im Zusammenhang mit dem Marisat- und später dem Inmarsat-System erprobt und eingeführt. Meine Berufslaufbahn habe ich 2000 offiziell beendet. Davor habe ich aber noch alle Hapag Lloyd Passagierschiffe via Inmarsat Standard B mit der Zentrale am Ballindam in Hamburg vernetzt. Ab 2000 bis 2003 habe ich als dann freier Mitarbeiter von SAM Electronics noch diverse ähnliche Projekte zu Ende geführt z. B. die Seacloud II und weitere Spezial und Forschungsschiffe. Als Freiberufler habe ich diverse BGAN Projekte im Offshorebereich geplant und durchgeführt.
Diversen Weltumseglern habe ich bei der Beschaffung und dem Einsatz von Kommunikations- und Navigationsausrüstung geholfen. Im Kapitel "Ein Traum vom Segeln" beschreibe ich meine beruflichen Kontakte mit großen und kleinen Segelschiffen. Besonders detailliert betrachte ich den Einbau und Betrieb von Kurzwellen Sende/Empfangsgeräten auf Segelschiffen mit Kunststoff- oder Holz-Rumpf. Aber auch die Installation, Konfiguration und der Betrieb von Inmarsat Standard C Systemen wird ausführlich behandelt.
Das Buch gibt es auch in gedruckter Form. Siehe Beschreibung weiter unten. Der Umfang des Buches beträgt 459 Seiten, 624 Fotos, 51 Zeichnungen und weiteres. Durch die große Anzahl von Fotos sind 423 Seiten davon Farbseiten geworden. Das Buch gibt es als Ebook und wird in Form eines persönlichen PDF Files vertrieben. Dieses PDF File wird in Form einer DVD zum Versand gebracht. Darauf hat dann noch ein Trailer von 14 Minuten Platz um Ausschnitte aus 3 Videos zu zeigen welche begleitend zum Buch sind. Die drei Videos von jeweils ca 60 Minuten beinhalten viele historische Aufnahmen z. B. vom ersten Einbau einer Marisat Anlage und deren Inbetriebnahme in Deutschland. Aber auch der Turm mit dem Zeitball ist an der Stelle zu sehen wo die Elbphilharmonie im Hamburger Hafen errichtet wurde.
Den Vertrieb des Buches werde ich zu Beginn im Eigenverlag durchführen. Wenn die Resonanz entsprechend größer werden sollte werde ich über eine andere Vertriebsform nachdenken.
Das Buch gibt es jetzt auch in gedruckter Version
Siehe weiter unten
Film 1
Inhalt
Hamburger Hafen 1953, Lade-Löscharbeiten, Werften.
Sietas Werft, Sietas Standard-Kümo 1957 Probefahrt auf der Elbe.
"M S Methan", Schlichting Werft Travemünde, Probefahrt Ostsee.
Debeg Zentrale Berlin, Funkpeiler auf dem Wannsee!
"Maxim Gorki", Bismark, Deutsche Werft Reiherstieg, Reeperbahn.
"Esso Longuedoc" A. G. Weser, Probefahrt Nordsee.
Debeg Zentrale Hamburg.
Probefahrt mit einem Frachter umgebaut bei HDW Hamburg Werk Roß.
Installation der ersten Marisat Anlage in Deutschland M.S. "Songkhla" Reederei EAC.
"Rebecca Wesch", letzter Neubau von HDW Hamburg, Probefahrt Nordsee.
"Cap San Diego", sehr detaillierte Vorstellung der Debeg Anlage von 1961.
Erste Anlieferung von Debeg 3232 Anlagen und Prüfung in Wedel.
High Speed Data Erprobung bei SP Radio in Aalborg.
Freigelände SAM Electronics, Container mit Debeg 3232 Satellitenanlage.
"Natalie Bolten", High Speed Data System, Vernetzung mit Bolten Hamburg.
"Neuwerk", HSD Vernetzung via Inmarsat mit Kopfstation Brunsbüttel.
Länge des Films 58 Minuten
Film 2
Inhalt
Projekt Sontlan
Für 90 Millionen DM hat die Bundesrepublik Deutschland in Mexico an der Pacificküste ein
Solarkraftwerk errichtet. Meine Aufgabe war es Die Richtfunk Anlage zu planen, installieren
und in Betrieb zu nehmen sowie die Telefon und Datenübertragung zu realisieren.
Hapag Lloyd
Die Aufgabe war es, alle Passagierschiffe der Reederei via Inmarsat Standard B mit der Zentrale
in Hamburg am Ballindam zu vernetzen. Auch der Daten Zugangspunkt mit einem Cisco Router
bei der Reederei, bis zur Übergabe an der Ethernet Schnittstelle, war mein Job.
"Bremen" Passagierschiff Hapag Lloyd
Einbau einer Satcom Anlage sowie des High Speed Data Systems auf der Fahrt von Oslo durch
den Sognefjord bis Flaam dann weiter bis Bergen und von dort direkt nach Hamburg, einbauen,
in Betrieb nehmen und im Zusammenspiel mit der Reederei erproben.
"Columbus" Passagierschiff Hapag Lloyd
Einbau einer Satcom Anlage sowie des High Speed Data Systems in Lübeck und Kiel.
In Kiel war gerade die Kieler Woche. Erprobung des Datenübertragungssystem in Zusammenarbeit
mit dem LAN bei der Reederei am Ballindam.
Länge des Films 64 Minuten
Film 3
Inhalt
"Hanseatic" Passagierschiff Hapag Lloyd
Einbau einer Satcom Anlage sowie des High Speed Data Systems an der Werft in Bremerhafen.
Ausgiebige praktische Erprobung des automatisch arbeitenden Datenübertragungssystem zwischen
dem Schiff und der Reederei Hapag Lloyd.
"Europa" Passagierschiff Hapag Lloyd
Einbau von 2 Satcom Anlagen Typ Debeg 3232 und 4 Standard M /STN Atlas Geräten sowie
zwei Cisco Router zum High Speed Data Systems. Damit werden vollautomatisch Email-, Passagier-,
logistische- Daten zwischen dem Schiff und der Reederei übertragen. Darüber hinaus wird dieses System
aber auch für den Telefonbetrieb der Passagieren genutzt Das Schiff lag während dieser Arbeiten an der
Bauwerft Aker Kvaerner Helsinki.
Nach der Erprobung wurde das System betriebsklar an die Schiffsführung übergeben.
"Omegagas" Gastanker Sloman Neptun
GMDSS Ausrüstung eines Neubaus der Mützelfeld Werft Cuxhaven wird mit vielen Details gezeigt.
Auch das Freifall Rettungsboot und weitere Rettungsmittel werden dargestellt.
Inmarsat Standard B Satcom Debeg 3232 mit Datenübertragungssystem.
"Sea Cloud II" Seacloud Cruises
Ausrüstung der Reederei am Ballindam in Hamburg mit einem High Speed Data Zugangsrouter.
Ausrüstung der Sea Cloud II mit einer Standard B Satcom Debeg 3232 sowie einem
Cisco Router für die HSD (High Speed Data) Vernetzung mit der Reederei.
Debeg 3250 STN ATLAS
Erprobung einer neu konzipierten Satcom Standard B Anlage Typ Debeg 3250 auf dem Fährschiff Deutschland.
Diese Fähre pendelt permanent zwischen Putgarden und Rödbyhavn
GMDSS Küstenfunkstelle Litauen
Planung, Überwachung der Installation, Inbetriebnahme, Ausgiebige praktische Erprobung des GMDSS
Systems in allen Funktionen. Schulung der Anwender.
Betriebsbereite Übergabe der GMDSS Küstenfunkstelle Litauen.
Länge des Films 66 Minuten
Das Buch ist jetzt auch in gedruckter Form erhältlich
Im DIN A4 Format
459 Seiten
Inhaltsverzeichnis siehe oben
Preis 62,60 €
Bestellung: JPaul@gmx.eu
Weitere Informationen sind anzusehen unter: www.seefunk-gmdss.de